Futtertiere richtig hältern
Häufig werden wir gefragt, wie Futterinsekten optimal gehältert werden, um ihre Lebensdauer zu erhöhen und um seinen Pfleglingen ein gehaltvolles und nahrhaftes Futter zur Verfügung zu stellen. Der falsche Umgang mit Futterinsekten ist dabei oft ein Grund für Verluste bzw. Beeinträchtigungen in der Qualität und Haltbarkeit.
Futtertiere füttern
Heimchen & Grillen
einfache Hälterung in Faunarium oder Terrarium
- Futter
- Möhrengrün, dünne Möhrenscheiben, Futterpellets, Löwenzahn, Heu (Wiese)
- Feuchtigkeit
- Wassergel, Feuchtigkeit aus Obst & Gemüse
- Temperatur
- 20 °C bis 25 °C
Heuschrecken
einfache Hälterung in Faunarium oder Terrarium
- Futter
- Möhrengrün, dünne Möhrenscheiben, Futterkleie, Löwenzahn, Heu (Wiese)
- Feuchtigkeit
- Feuchtigkeit aus Obst & Gemüse
- Temperatur
- 25 °C bis 30 °C
Wichtig, wenn Du Heuschrecken Obst und Gemüse anbietest, muss die Temperatur höher liegen (ca. 30°C), da die Tiere das Futter sonst nicht verdauen können.
Aufgrund der Stressbedingungen die bei einem Versand entstehen, empfehlen wir, in den ersten zwei Tagen nach Ankunft der Ware keine Fütterung mit Feuchtfutter.
3 wichtige Dinge vorweg!
- Futtertierdosen (sprich, die gute alte Heimchendose) dienen lediglich dem Transport der Futtertiere. Eine dauerhafte Unterbringung in den Dosen beeinträchtigt die Qualität und ist nicht zu empfehlen.
- Auch das Futter benötigt Futter - Optimal können die meisten Futtertiere mit Heimchenpellets und Futterkleie, aber auch Möhrengrün, dünnen Möhrenscheiben bzw. Streifen, Löwenzahn oder frischen Gras gefüttert werden. Einfache Salate wie bspw. Eisbergsalat oder Kopfsalat sollten nicht verfüttert werden.
- Feuchtigkeit ist nur in gewissen Mengen gut - Zuviel Feuchtigkeit beschleunigt die Schimmelbildung. Die Tiere können ihren Wasserhaushalt auch über frisches Obst und Gemüse auffrischen.
Versand bei Temperaturen unter 5°C
Kältestarre
Futterinsekten zählen als wirbellose Tiere mit zu den poikilothermen Lebewesen. Ihre Körpertemperatur folgt mehr oder weniger der Umgebungstemperatur. Werden die Tiere längere Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt, schrauben sie den Stoffwechsel runter und verfallen in eine Art "Kältestarre". Der erste Eindruck täuscht in diesem Fall. Auch wenn sich die Tiere nicht bzw. nur kaum bewegen, sind sie nicht tot. Also, keine Panik. Leider wird in diesem Fall häufig der Fehler gemacht, dass die Tiere auf eine Heizung oder in die Nähe einer anderen Heizquelle gestellt werden. In diesem Fall werden die Futtertiere zu schnell und zu stark erhitzt, was zu einem Hitzeschock führt. Die Qualität der Futtertiere leidet in dem Fall, sodass sie nach kurzer Zeit sterben.
Wie können die Futtertiere richtig aus der Kältestarre geholt werden?
Nachdem Du Deine Sendung in Empfang genommen hast, entnimm die Futtertiere bitte unverzüglich aus dem Karton, insbesondere dann, wenn sie in Winterverpackung verschickt werden, da das Styropor die Aufwärmung stark verzögert. Stelle die Tiere anschließend bitte an einen Ort, an dem die Temperatur um 20°C beträgt! (auf keinen Fall auf die Heizung od. ähnliches). Nach 6 – 8 Stunden wirst Du sehen, dass sich die Tiere wieder erholt haben und keinerlei Qualitätsbeeinträchtigungen aufgetreten sind.

